Hermann Marwede

Datum: 2. Mai 2019
Position: Helgoland
Etmal: –
Wetter: k. A.
von Jonathan Rother

Heute ist leider schon der vorletzte ganze Tag. Dank Norbert ergab sich für uns heute die Möglichkeit, den Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede zu besichtigen. Schon auf dem Hinweg spekulierten unser Maschinist Ingo und ich darüber, ob wir wohl auch einen Blick in den Maschinenraum werfen dürfen. Als wir auf der Marwede ankamen, wurden wir in drei Gruppen geteilt, um mit kleineren Gruppen durch die einzelnen Bereiche gehen zu können. Zufälligerweise landete ich in der Gruppe des Chefmaschinisten. Und eins kann ich euch sagen: Der Maschinenraum der Hermann Marwede ist KRASS. Erstens haben die 2-3 Maschinisten einen Kontrollraum, um bei vermindertem Lärm die drei Maschinen (MTU DDC mit 5.000 in der Mitte und 2.500 PS an der Seite) im Blick zu behalten. Alles im Maschinenraum war für mich beeindruckend, da ich bis jetzt erst in kleineren Maschinen zu tun hatte. In der Mitte stand eine Pumpe, die ohne Getriebe von der 5.000PS-Maschine angetrieben wurde und die 43 Tonnen Wasser pro Minute rauswirft. Faszinierend war auch, dass die Maschine theoretisch ganz Helgoland mit Strom versorgen könnte, wenn sie denn alle Maschinen zur Stromerzeugung nutzen würden. Ich kann jedem nur empfehlen, einmal einen Seenotrettungskreuzer von innen zu betrachten, wenn sich die Möglichkeit bieten sollte.
Mit lieben Grüßen, Jonathan

Der Keller und das Nachtleben Helgolands

Datum: 1. Mai 2019
Position: Helgoland
Etmal: –
Wetter: k. A.
von Fynn

Heute haben wir letzte Wissenslücken für den Sportbootführerschein See beseitigt und außerdem das Schlauchbootfahren für die Praxis geübt. Wir können also hoffentlich mit einer hohen Erfolgsrate bei der Prüfung rechnen 🙂 Heute Nachmittag haben wir uns gemeinsam die Unterwelt Helgolands angeschaut und einiges über die spannende und ereignisreiche Geschichte Helgolands erfahren. Wir waren in einer alten Luftschutzanlage etwa 18 Meter unter der Erde, was etwas bedrückend war. Der Bunker war aus dicken Betonwänden gebaut und in ihm gibt es noch Leben: Cyanobakterien, die nur dort überleben und Biologen aus aller Welt anlocken (und natürlich auch unseren Biolehrer Michi überglücklich gemacht haben). Durch den Bunker wurden wir entlang einer Reihe von Bildern geführt, zu denen uns unser Guide auf sehr witzige und spannende Art jeweils etwas erzählte. Anschließend trafen wir Schüler uns dann noch zu einer gruppenbildenden Maßnahme, bei der viel gesungen und getanzt wurde. Die Lehrer waren ausgeladen! Mit lieben Grüßen,
Fynn

PS: Ich freue mich auf alle Freunde und auf meine Familie zuhause.