Ein abgewandeltes Elfchen

Datum: 22. Februar 2016
Position: Pinar del Rio, Kuba
Wetter: Leicht bewölkt
von Hannah

Hallo
Besuch Partnerschule
Plan nicht geklappt
Einbruch in Zimmer Polizei
Gepäck verstauen Zimmer aber belegt
Nachmittag Aufbruch nach Pinar del Rio
Vorführung der Schüler
Tanzen Spaß
Nacht.

Hannah

EXPI 3: In der Ruhe liegt die Kraft – unser kleines, aber feines Abenteuer

Datum: 23. – 29. Januar 2016
Position: Costa Rica
Etmal: –
Expigruppe: Stella, Lukas, Jakob, Lisa, Hannah, Vitus
von Stella

1. Ananastag
Und damit es alle verstehen, muss ich ganz von vorne anfangen. Wir [Vitus, die Furzkanone, die unsere Expigruppe zu unserem Motto verleitet hat, Lukas, der selbsternannte Captain, der bei jeglichen Recherchearbeiten bis zum Schluss durchhält, Jakob, der liebenswerterweise immer tapfer bei allen Hostels anruft, Hannah, die mit Herz und Seele immer dabei ist, Lisa, die einfach jeden Scheiß mitmacht, der Catburger (Lehrer Markus), der uns bei unseren langen Diskussionen belustigt zuhört, aber keinen einzigen Tipp gibt, und nun ja ich, und da Selbstbildnis und Fremdbildnis selten übereinstimmen, hat Lisa die Ehre meine göttliche Persönlichkeit zu beschreiben: uns‘re Stella, die einen auf die verrücktesten Ideen bringt und immer die hilfreichsten (oder auch nicht :D) Beiträge bringt.] haben uns dazu entschlossen, (also eher hat sich unser Captain dafür gemeldet) den Viehtransporter um 4:20 Uhr zu nehmen.

In der Morgendämmerung ratterten wir also in dem offenen Anhänger durch den morgigen Nebel, über die Schotterstraßen von La Gamba zur Bushaltestelle. Unser Bus kam früher als erwartet, aber dennoch haben wir die Chance ergriffen, und düsten schon um circa fünf Uhr in Richtung Dominical. Die meiste Zeit schliefen wir, und so verging die Busfahrt im Nu. Ein wenig hilflos irrten wir anfangs, auf der Suche nach unserer Unterkunft, umher. Doch früher oder später haben wir doch noch unser Ziel erreicht. Wir gingen an den Strand, frühstückten erst einmal (Haferflocken, mit abgelaufener Milch, Bananen und Ananas), schauten mit großen Augen den Surfern zu und versuchten uns dann selber im Bodysurfen. Der Tag ging schnell vorüber und es wurde langsam dunkel. Was zu essen musste her. Wir gingen rasch in den Supermarkt und kauften das billigste, was es gab: Wraps mit ein wenig Salat, natürlich Bohnen und luxuriöserweise auch Gurken. Mit vollgeschlagenem Magen und gut gesättigt wurden wir von der lauten Musik (von welcher wir schon aus sämtlichen Beschwerden über das Hostel gelesen hatten) in die Stadt gelockt. Die Bar war rappelvoll, doch die Tanzfläche leer, was wir schleunigst geändert haben.

Die Musik war gut und die Stimmung ausgelassen, und so kommt man halt auf die verrücktesten Ideen. „Eine Ananas für den, der mit einem Costaricaner tanzt“ und diesen Deal habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Also packte ich meine schlechten Spanischkünste aus und fragte den Typen, der am nächsten bei uns stand. Ich weiß zwar nicht so recht, was mir der Kerl erzählt hat, aber es war auf alle Fälle eine lustige Aktion. Heiter und froh darüber, dass wir dank dieser „Neonparty“ doch noch einen schönen Abend hatten, gingen wir zurück zum Hostel und schliefen in unseren, sehr provisorisch aufgehängten, aber dennoch ultra gemütlichen Hängematten ein.

2. Der Mangotag
Ich hab mich verflucht, einfach nur verflucht, als Lisa am Morgen um 9:00 Uhr zu mir kam und meinte: „Stella, es ist 9, wir wollten Joggen gehen“. Ich habe mir wirklich sehr viel Zeit zum Aufstehen gelassen und habe mein Vorhaben noch dreimal überdacht, aber ich konnte ja jetzt nicht einfach so den Schlappschwanz spielen und meinen Launen nachgeben. Wie auch immer, letztendlich stand ich ja dennoch auf den Beinen. Markus übrigens auch, es gab ja die Regel immer zu dritt unterwegs zu sein und der zukünftige Sportlehrer musste aus Gewissensbissen wohl einwilligen. Gefühlte 30 Sekunden später waren wir dann auch schon am Strand. Nach unserer Sporteinheit hatten wir uns ein erfrischendes Bad im Meer wahrlich verdient. Jedoch sind wir wieder rasch zum Hostel zurück, da wir ordentlich Hunger hatten. Als wir dort ankamen, hatten die Jungs und Hannah (die lieber schlafen als joggen wollten) schon unser, wie immer, ausgiebiges Frühstück vorbereitet: Milch mit Haferflocken und zur Feier des Tages heute Mango. Frisch gestärkt gingen wir zum Surfbrettverleih und liehen uns zwei Boards aus. Kurze Zeit später waren wir dann schon in den rauschenden Wellen unterwegs. Mit den Profisurfern konnten wir zwar nicht mithalten, aber Lisa und Lukas waren wahrlich nah dran. Ich persönlich dachte ja immer, dass die hotten Beachboys ihre Figur nur durchs Fitnesscenter bekommen, aber ich musste feststellen, dass Surfen wirklich anstrengend ist und im Gegensatz zu meiner Lieblingssportart Schach auch ein wenig körperstrapazierender ist.

Nach dem Abendessen (es gab mal wieder Wraps) sind wir dann zum Strand gegangen. Wir iefen durch den noch angewärmten Sand. Der Vollmond schien über das Meer und man hat mega viele Sterne gesehen. Da es noch so warm draußen war, entschieden wir kurzer Hand, noch im Meer baden zu gehen. Das war für mich eines der größten Highlights der ganzen Expi, denn meistens sind die ungeplanten und spontanen Aktionen die schönsten. In Unterwäsche sprinteten wir alle zusammen ins Meer und waren schwimmen bei Vollmond. Kennt ihr diese magischen Momente, die plötzlich da sind? Für mich war das einer dieser Momente. Nach dem Baden sind wir dann in Unterwäsche (weil wir unsere anderen Klamotten nicht nass machen wollten) versteckt hinter Palmen zum Hostel gelaufen. Dort fielen wir alle dann um ca. 0:30 Uhr erschöpft in unsere Hängematten. Mit dieser Aktion haben wir uns dann mal eben zur „ramontischsten“ Expigruppe aller Zeiten selbst ernannt.

3. Der Bananentag
Also ich hoffe wirklich inständig, dass wenn ich diesen Tag beschreibe, an dem wir die größte Strecke der gesamten Expi zurückgelegt haben, keiner von euch einschläft… Aber fangen wir einmal an. Wir standen meiner Meinung nach mal wieder viel zu früh auf. Um 6:00 Uhr mussten wir abfahrbereit an der Bushaltestelle stehen, und somit wurden wir schon um 5:00 Uhr aus unserem Schönheitsschlaf gerissen. Aber wie es unsere Gastfreundschaft verlangt, haben wir auch ein Gastgeschenk dort gelassen: Hannah, Vitus und Lukas haben es in grandioser Teamarbeit geschafft, 2 von 2 Toiletten zu verstopfen. (Zu dieser Meisterleistung noch einmal herzlichen Glückwunsch meinerseits). Aber das wär ja gar nicht so schlimm gewesen, doch Lisa und ich mussten am Morgen wirklich dringend auf Toilette…nun ja, wir gingen die Vegetation erkunden und sahen von unserem Platz in der Sonne schon den Bus um die Ecke fahren.

Letztlich sind wir alle pünktlich eingestiegen und haben unseren Schlafmangel direkt nachgeholt. In Quepos mussten wir umsteigen, um dann weiter mit dem Bus nach Puntarenas zu fahren. Alles war auf die Minute geplant und so kamen wir auch noch kurz vor knapp am Fähranleger an. Unsere Mägen knurrten schon und wir alle haben uns auf unser ausgiebiges Frühstück gefreut: 1 matschige Banane, 2 Scheiben Toastbrot und großzügigerweise noch 4 Knäcker. Ich jedoch hatte wahrscheinlich das größte Festmahl von allen. Für 300 Colones habe ich mir sechs Bananen gekauft (ich wollte ja meinen Bananenrtag machen und ausschließlich Bananen essen), zwei habe ich zuvor schon mit den anderen zusammen verspeist, aber die restlichen mussten noch bis zum Abend reichen.

Die Fährüberfahrt war wirklich schön, man konnte zu allen Seiten Land sehen, wie es von der Mittagssonne hell beleuchtet wurde. Wir waren beeindruckt, wie wenig die Fähre schwankte (sie bewegte sich eigentlich gar nicht) und wie viele Rostflecken wir doch an der Bordwand fanden, die an der Roald schon längst weggeklopft worden wären. Als wir dann auf der Nordhalbinsel angekommen waren, fuhren wir mit dem zweitschönsten Transportmittel der gesamten Expi (nach dem Viehtransporter) und zwar …Trommelwirbel… einem originalgelben, amerikanischen Schulbus. Ganz im Ernst, ich hätte nie gedacht, dass diese Ledersitze so bequem sind. Es war ein wahrer Traum, wie in all diesen amerikanischen Filmen sind wir durch die Gegend gedüst. Erst einmal Musik anschmeißen und dann war die Stimmung richtig Hammer. Um diesen Teil rasant zu kürzen, nachdem wir In Cubano angekommen sind, haben wir gleich den Bus weiter nach Santa Teresa genommen.

Dort hatten wir eindeutig das schniekste Hostel (ever). Ich möchte betonen: mit Pool, Küche, unverstopfter Toilette und Duschen wo endlich mal ein wenig Wasser raus kommt. Die Herren gingen erst einmal schnurstracks einkaufen, während wir anderen in den eiskalten Pool gesprungen sind. Danach sind wir alle zusammen zum Strand marschiert und waren Baden und Bodysurfen. Ihr habt euch doch sicher schon öfters im kalten Deutschland vorgestellt, an einem wunderschönen Sandstrand mit Palmen und marineblauem Meer zu sein. Und genau an so einem Strand in Santa Teresa waren wir. Als wären wir in ein Bild eingetaucht. Zur Krönung des Tages sahen wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang mit den besten Surfern, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Da wir wie immer Hunger hatten und insgesamt dieser Tagesbericht nur von Essen handelt (sólo hablo español si tengo hambre ;)), kochten die heranwachsenden, jungen Männer uns, also eher den anderen Nudeln mit Tomatensoße. Ich geierte diesen wahrlich hinterher und die frittierten Bananen, welche es dazu gab, schmeckten zwar köstlich, doch hingen sie mir ein wenig zum Halse hinaus. Insgesamt war es ein wahrlich schöner und unterhaltsamer Abend.

4. Wassermelonentag
Das Beste an diesem Tag war eindeutig das Frühstück, es gab Rührei mit geröstetem Brot, verschiedensten Marmeladen, frischem Kaffee und Wassermelone. Mit nun gesättigten Bäuchen wollten wir in den Pool springen und dort den nächsten Tag planen (in der Ruhe liegt die Kraft – wir haben nichts überstürzt in Sachen Planung ;)), doch wir haben uns selbst einen Strich durch die Rechnung gemacht, da wir Mädchen den Schlüssel im Zimmer vergessen hatten und einfach nicht reinkamen. Aber ganz im Ernst, wir klettern an Bord jeden Tag 30 Meter in die Höhen, also war es für mich (Superwoman) kein Problem mal eben aus dem Jungenzimmer über das Dach am Hause entlang in unser Zimmer einzusteigen. Um ehrlich zu sein, war es mir dennoch ein wenig unangenehm, da die Leute im Garten dumm gafften und die Ziegel nur aus Plastik waren. Wie auch immer, ich bin heile im Zimmer angekommen und dann haben wir uns erfreut erstmal auf unsere Betten geschmissen (auf denen wir auch ein Weilchen liegen blieben).

Die Jungs klopften uns aber bald aus unserer Ruhephase und wir gingen gemeinsam an den Pool. Im kühlen Wasser planten wir vergeblich über drei Stunden lang, wie wir denn den nächsten Tag, welcher nur aus Reisen bestehen würde, gestalten würden. Am Ende hatten wir einen einigermaßen realistischen Plan und legten uns an den Strand. Dort spielten wir dann mit einem kleinen einheimischen Jungen Fußball. Wir waren wirklich schwer beeindruckt, als wir zuvor gesehen hatten, wie dieser gerade einmal fünf Jahre alte Bube schon auf dem Surfbrett stand und besser surfte als wir alle zusammen. Wir spielten bis in den Sonnenuntergang hinein, bis wir dann zurück zum Hotel gingen, wo wir Mädels dann mit dem Kochen dran waren. Wir haben ewig im Supermarkt gebraucht, ein leckeres Essen zu finden, um dann festzustellen, dass wir es uns nicht leisten konnten. Auf Spanisch haben wir dann verzweifelt versucht der Frau an der Kasse zu erklären, dass wir den Einkauf stornieren möchten. Deswegen ging die Sucherei von ganz neuem los. Am Ende entschieden wir uns dann ein weiteres Mal für Nudeln mit Tomatensoße. Im Gegensatz zum Vortag schmeckte unsere Tomatensoße grandios, da wir sie gewürzt haben. Zur Feier des Tages gab unser großzügiger Lehrer uns ein gekühltes Ginger Beer, selbstverständlich alkoholfrei, aus.

5. Mango- und Ananastag
Heute hatten wir ausnahmsweise den Luxus, ausschlafen zu dürfen. Da unser Bus erst um 14 Uhr fuhr, gingen wir direkt zum Strand, um ein allerletztes Mal Bodyzusurfen (bei dem wir schon wahre Profis geworden sind, besonders Markus und Jakob). Wie geplant, fuhren wir um 14:00 Uhr mit dem Bus nach Puntarenas, wobei wir alle Busse beim Umsteigen auf die Minuten genau erwischten. Jedoch gab es auf der Busfahrt nach Parquera (zur Fähre) ein kleines Problemchen. Stella und Hannah hatten vergessen vor der Fahrt aufs Klo zu gehen und mussten nach einiger Zeit sehr dringend. Allerdings hatten wir da noch über 2 Stunden Busfahrt vor uns. Also packten sie ihre Spanischkünste aus und versuchten mit Sätzen wie „los servicios en arból“ dem Busfahrer klarzumachen, dass sie gerne im Gebüsch pinkeln wollten. Nach mind. 5 Anläufen hat der Busfahrer verstanden, was die zwei von ihm wollten. Deswegen hielt er nach ein paar Minuten an einer Raststätte an, an der die beiden raussprinteten, um auf Toilette zu gehen. Währenddessen wartete der ganze Bus darauf, dass die beiden wieder zurückkommen und wir weiterfahren konnten. Man muss dazu sagen, dass es kein Reisebus, sondern ein stinknormaler Linienbus war und der sicher auch seine Abfahrtszeiten hat. Aber wir sind ja schließlich in Costa Rica.

Ausnahmsweise konnten wir uns mal auf dem Weg zur Fähre Zeit lassen. Das grenzt schon fast an ein Wunder. Als wir dann endlich an Bord waren, kam routinemäßig die Durchsage, was alles an Bord nicht erlaubt sei. Somit auch, dass Männer ihr T-Shirt auf der Fähre nicht ausziehen dürfen. Deswegen dachte sich Stella, dass Frauen ihr T-Shirt ausziehen dürfen, da ja darüber nichts gesagt wurde. Also zog sie kurzer Hand ihr Oberteil aus und saß somit nur im BH da. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie lustig Stellas Aktion für uns war und gleichzeitig wie schockiert und überrascht wir waren, dass sie das jetzt wirklich durchgezogen hat. Später haben wir festgestellt, dass sich Stella vor der Kamera der Fähre ausgezogen hat. Und ich möchte selbst noch einmal hinzufügen, dass auch Lisa ihre Erdnüsschen vor der laufenden Kamera ins Meer geschmissen hat. Ab ins Blaue Regal, das lernen wir immer auf der Roald, die Regel galt hier aber wohl nicht mehr… Der zuvor so mühselig geplante Tag wurde von unserem super netten Busfahrer über den Haufen geworfen, da er uns zu dem ranzigsten Schuppen überhaupt gefahren hat, dieser aber für uns eine super Lage hatte und auch nur 60$ gekostet hat. Wir schliefen zu zweit und zu dritt in den kleinen Betten in den stinkenden, pissgelb angestrichenen und sehr karg dekorierten Räumen ein.

6. Der obstlose Tag
Es heißt ja immer, das Beste kommt zum Schluss, und ich denke ganz nach diesem Motto haben wir unsere Expi geplant (soweit man von Plänen sprechen kann…) denn an diesem Tag haben wir mehr als ein Tagesbudget für „Flying Fox“ auf den Kopf gehauen. Es fing damit an, dass wir (also nur wir Mädchen) um fünf Uhr aufgestanden sind. Die anderen haben verschlafen. Als es dann viertel nach war und wir uns schon ernsthafte Sorgen gemacht und uns gefragt haben, wo die denn bleiben (wir wollten um halb los gehen), haben wir sie durch so heftiges Türklopfen geweckt, dass ich die Tür schon vor mir zusammenbrechen sah.

Als wir dann alle auf den Beinen waren, machten wir uns hektisch auf den Weg zur Bushaltestelle. Die Hektik verging schnell, als wir feststellten, dass der Bus erst um 7.30 Uhr kommen würde. Also, ihr kennt unsere verfressene Gruppe ja schon, haben wir erst einmal unsere Haferflocken ausgepackt und sie auf den orangefarben angestrichenen Bänken gegessen. Wie der Name es schon sagt, hatten wir heute leider kein Obst zum Frühstück, aber nun möchte ich einmal meinen allerliebsten Deutschlehrer zitieren (Robin, der übrigens Österreicher ist ;)) –Hunger ist der beste Koch. Und es stimmt, die Haferflocken haben dank meines knurrenden Magens auch noch ganz ordentlich geschmeckt. Die Ankunft des Busses verschob sich aber immer weiter nach hinten. Als der Bus dann um 8:10 Uhr da war, durften wir trotzdem erst um zwanzig nach einsteigen. Nach dreieinhalb Stunden sind wir dann in Monteverde angekommen, wo uns dann auch gleich unser gratis Taxi abgeholt und zum Hostel gebracht hat.

Die Leute vom Hostel waren wahnsinnig nett, als wir unsere Rucksäcke abgestellt hatten, wurden wir von der Frau an der Rezeption über all die Aktivitäten hier in der Nähe aufgeklärt. Als wir uns dann innerhalb von fünf Minuten für Flying Fox entschieden haben, hat sie dieses auch gleich für uns gebucht. Eine halbe Stunde später wurden wir von Hostel abgeholt und in den Wald gefahren. Flying Fox hat wirklich verdammt viel Spaß gebracht. Wir sind an fünfzehn Stahlseilen durch den Nebelwald gefahren. Über 600 Meter lang schwebten wir durch die Luft. Beim so genannten „Tarzanswing“ fielen wir circa 60 Meter in die Tiefe, um dann an diesem Seil wie Tarzan zwischen den Baumkronen der Regenwaldriesen hin und her zu schwingen. Ich habe mich wahrlich erschrocken, als ich so in die Tiefe fiel. Eigentlich ist erschrecken gar kein Ausdruck mehr für dieses Gefühl. Es war einfach nur eine Höllenangst – bis man in die Sicherung gekracht ist, dann war es nur noch cool.

Am Abend waren wir dann noch ganz offiziell in unseren High Seas Poloshirts essen. Es war wirklich köstlich. Diese Fruchtsäfte mit Burgern, Pommes, Reis mit Bohnen, Huhn, Salat, gebratenen Bananen… waren einfach köstlich. So ging also noch ein wenig von unseren Ersparnissen drauf, doch ein wenig mussten wir noch für die Busfahrt am morgigen Tage sparen. Müde und vor Kälte bibbernd (das erste Mal, dass ich gemerkt habe, dass es Januar ist und ich gerade in kurzer Hose über die Straße laufe) gingen wir dann mit einem Abstecher zum Supermarkt zurück zum Hostel. Mir fällt gerade ein – jedes Böhnchen gibt ein Tönchen. Auch unser lieber Lehrer hatte Blähungen die bis ins nächste Zimmer zu merken waren.

Zu den Fotos aus Costa Rica –>

7. Orangentag
Um 6:30 Uhr mussten wir den Bus bekommen, aber es gab keine freien Plätze mehr! In der Frühe sind wir aber dennoch aufgestanden um unser Glück zu versuchen. Wir standen alleine am Ticketschalter, die Chance auf Sitzplätze konnten wir also vergessen. Die andere Expigruppe (TaBeLu&OlDaJu) kam. Ein wenig belächelt wurden wir von diesen schon, sie hatten schließlich ihre Fahrkarten. Aber wir wären ja nicht Expilicious, wenn wir so was auf uns hätten sitzen lassen. Also betrieben wir ein wenig Werbung, damit sich die Leute ja schnell anstellten und selbst stellten wir uns für unseren Schülerrabatt in HighSeas Pullis an. „Alle mit Fahrkarten in den Bus“, rief Olli der anderen Gruppe zu. Sie waren zwar im früheren Bus, aber Fahrkarten hatten wir nun auch. Also winkten wir Ihnen mit unseren leuchtend gelben Fahrkarten zu, wo uns auch eine nette, fremde Frau aus dem Bus zurückwinkte. Da wir großartige Teamarbeit geleistet haben, hatte Markus die Idee für einen wahren Schlachtruf. „Alle in einen Kreis und ich rufe Expi und ihr immer licious.“
-„Expi“
„Licious!“
-„Expi“
„Licious!“
-„Expi“
„Licious!!!!“

Und dann war auch schon der zweite Bus nach San José da. Wir stiegen alle ein setzten uns auf unsere Plätze, doch Jakob und Vitus fanden ihre Sitzplätze einfach nicht. Die Sitze waren ausgebaut, sie mussten sich in die letzte Reihe verziehen. Mit ein paar Zwischenstopps waren wir nach drei Stunden dann in San José. Der unausgesprochene Wettlauf zwischen den beiden Expigruppen, wer zuerst das Hostel erreichen würde, hatte begonnen. Doch im Gegensatz zu den anderen, die Taxi gefahren sind, haben wir uns dazu entschlossen das Hostel im Backpackerstyle zu erreichen. Wir wanderten mit unseren Rucksäcken durch die verschiedensten Gegenden von San José. Auch durch die uns im Nachhinein verbotene Gegend sind wir geirrt, in der es nach Kotze, Kacke, Pisse und Papaya gleichzeitig roch. Nachdem wir unsere falsche Adresse erreicht hatten (wir standen hilflos vor einem Schuhgeschäft), half uns unser liebenswürdiger Lehrer und gab uns die richtige Adresse. Eine halbe Stunde später waren wir dann auch im Hostel. Leider nach den anderen, aber dafür sind wir mit Stil angekommen!
Liebe Grüße, Stella (EXPI-Gruppe: Stella, Lukas, Jakob, Lisa, Hannah, Vitus)

P.S.: Und den allerliebsten Dank an Lisa, die jeden Tagesbericht mitgeschrieben hat. Und noch einmal den herzlichsten Dank an Hannah, die mich für diese Arbeit eingetragen hat :*